Deutsche Wirtschaftsinstitute prognostizieren einen Rückgang im Jahr 2023, da die Gaskrise zuschlägt

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BERLIN, 29. September (Reuters) – Vier große deutsche Wirtschaftsinstitute haben ihre Frühjahrsprognosen für das Wirtschaftswachstum für Europas größte Volkswirtschaft in diesem Jahr fast halbiert und ihre Prognose für 2023 von 3,1 % auf -0,4 % gesenkt, gaben sie am Donnerstag bekannt.

Die vier Institute erwarten nun für dieses Jahr ein Wachstum von 1,4 % nach 2,7 % im Frühjahr.

„Die Krise auf den Gasmärkten hat gravierende Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft“, teilten die vier Institute – Ifo München, Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), Forschungsinstitut für Wirtschaft Halle (IWH) und Leibniz-Institut – mit für Wirtschaftsforschung (RWI).

„Steigende Gaspreise erhöhen die Energiekosten dramatisch und führen zu einem massiven Rückgang der Kaufkraft“, fügten sie in einer Erklärung hinzu.

In einem riskanten Szenario mit einem sehr kalten Winter, Gasknappheit und fehlenden Einsparungen beim Energieverbrauch erwarten die Institute einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 7,9 % im Jahr 2023 und um 4,2 % im Jahr 2024.

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Berichterstattung von Klaus Lauer und Paul Carrel, Redaktion von Miranda Murray

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